
Forstbetrieb Brüninghausen
2899t CO2
Sauerland
Die extremen Dürrejahre ab 2018 haben im Sauerland große, ehemals mit Fichte bestockte Flächen der beiden Forstbetriebe stark geschädigt. Infolge von Trockenheit, Borkenkäferkalamitäten und den damals sehr schlechten Holzerlösen standen – und stehen – die Betriebe vor erheblichen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen.
Seitdem wurden auf den betroffenen Flächen über 100.000 Jungpflanzen gesetzt, um einen klimastabilen und zukunftsfähigen Wald zu begründen. Das Aufforstungsprogramm verfolgt das Ziel, Wälder zu entwickeln, die den ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Anforderungen kommender Generationen gerecht werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung eines klimastabilen Wirtschaftswaldes. Anders als in der Vergangenheit soll künftig nicht mehr auf eine einzelne Hauptbaumart gesetzt werden. Stattdessen wird auf ein vielseitiges Zusammenspiel unterschiedlicher Baumarten geachtet, um das Risiko zu streuen und die Stabilität zu erhöhen. Leitgedanke ist hierbei – aus ökonomischer Sicht – die Portfolio-Theorie nach Markowitz, die auf Diversifikation und Risikoverteilung basiert.
Neben den wirtschaftlichen Aspekten werden auch die ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen des Waldes gleichberechtigt berücksichtigt. So entsteht in der Nähe des Ortes Wigginghausen ein Bürgerwald, in dem die Bewohner aktiv mitwirken. Dort pflanzen und pflegen sie Baumarten wie Walnuss, Kirsche oder Bergahorn und tragen so unmittelbar zum Aufbau eines vielfältigen und standortgerechten Waldes bei. Auch die WDR-Lokalzeit berichtet über das Wiederbewaldungsprojekt der Bürgergemeinschaft. https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-sudwestfalen/wdr-lokalzeit-sudwestfalen-04-11-2025/ard/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZWQzYzdhNmQtYzYxOS00ODliLWI5MGMtNTQyNjc1NzAzNjY2

